Ende Februar verstarb unser lieber Schachfreund Joseph Knott.
Wenn jemand, der sein Leben zwischen den deutschen Metropolen und der Toskana verbrachte, auch irgendwann Gefallen an unser Heimat fand, um hier die Winterzeit zu verbringen und mit uns Schach zu spielen, dann ist das etwas ganz Besonderes.
Joseph bestach durch sein Engagement, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und seinen unbändigen Spielwillen für unserer Verein. Absolut unvergessen bleiben die Autofahrten mit ihm, egal, ob nach Pardubice oder Klingenthal, das Schach und auch alles andere gerieten dabei stets zur Nebensache.
Peter Luban besuchte Joseph Knott oft in seiner Residenz, am Monte Amiata in der Toskana, mit Blick auf das entfernte Mittelmeer. Hier erholte er sich vom Winterstress des Vogtlandes.
Hinter der etwas sperrigen Bezeichnung „Regionales Kinderschachturnier“, kurz RKST, verbirgt sich eine Veranstaltungsreihe der Deutschen Schachjugend für die Altersklasse U8, wo sich bei jedem Turnier jeweils ein Teilnehmer bei den Jungen und Mädchen für die Deutsche Einzelmeisterschaft qualifizieren kann. Lange Zeit gab es diese AK in den alten Bundesländern nicht, und um die Etablierung voran zu treiben, erfand man die RKST, weil nicht alle Bundesländer entsprechende Landesmeisterschaften durchführen wollten. In der DDR war das schon lange Zeit Tradition, und in der damaligen AK 7/8 konnten wir dreimal sogar den Meister stellen: Mathias Paul, Torsten Franz und Andre Schaller durften sich in dieser Zeit mit der Goldmedaille schmücken.
Auf die Idee, ein RKST auszurichten, sind wir allerdings nicht von selbst gekommen, vielmehr wurden wir von der DSJ darum gebeten, weil allein die schiere Anzahl von U8-Spielerinnen und Spielern in unseren Verein vergleichsweise sehr hoch ist. Schnell war ein Termin gefunden, die Ausschreibung gebastelt, und Anfang Januar gab es dann die Zusage für „unser“ RKST.
Nun galt es, all die guten Ideen, Anregungen und Vorgaben für das Turnier in konkrete Bahnen zu lenken. Und da hat Anja Winkler wirklich gezaubert. Vieles hat sie selbst organisiert und in die Wege geleitet, auch weitere wichtige Helfer requiriert. Und das Ergebnis: Einfach super!
Für jedes Kind gab es ein Lineal mit den Motiven von e.o.plauen als Gastgeschenk – mehr Schach geht fast nicht
Lief die 1. Runde, zumindest ergebnistechnisch, noch vollkommen mit der Setzliste konform, so gab es schon in Runde 2 einige Resultate, die so nicht zu erwarten waren. Aus unserer Sicht sehr erfreulich, dass Mowaffak Khoudair ebenfalls noch verlustpunktfrei unterwegs war. Die dritte Runde war für den weiteren Turnierverlauf sehr richtungsweisend. Elias Zhu (SK Gräfelfing) und auch Markus Weller (Glauchauer SC 1873) konnten sich gegen die beiden topgesetzten Vitus Siegel (SV Würzburg von 1865) und Jaro Storl (GW Leipzig) durchsetzen. Da beide auch in der 4. Runde nichts anbrennen ließen, musste der Schlussdurchgang mit der Partie gegeneinander die Entscheidung bringen.
Vor der Entscheidungspartie: Elias Zhu – Markus Weller
Da sich beide nicht mit einem Remis begnügen wollten, gab es am Ende auch einen verdienten Sieger: Elias Zhu! Er hat es wirklich geschafft, in allen fünf Partien mit voller Konzentration am Brett zu sitzen und konnte demzufolge sein schachliches Können am besten umsetzen. Rang zwei ging an Markus Weller (Glauchau) der wieder nur knapp an der direkten Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft scheiterte. Bestplatziertes Mädchen, immerhin auf Rang 3 vom gesamten Turnier, wurde Marianna Maya Caber vom SC Kreuzberg, die nun ebenfalls nach Willingen fahren darf. Von unseren Teilnehmern überzeugten vor allem Magnus Langguth (Platz 2 in der U7-Wertung) und Amina Shelest (ebenfalls 3 Punkte und damit zweitbestes Mädchen). Alle anderen haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut gekämpft und werden sicherlich mit noch mehr Elan bei den nächsten Turnieren an den Start gehen. Die komplette und detaillierte Ergebnisübersicht gibt es bei chess-results.
Nettes Chaos bei der Siegerehrung: Alle haben gewonnen!
Vielen Dank an all die unermüdlichen Helfer vor und während des Turniers, ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre: Peter Luban, Anja Winkler, Diana und Timo Langguth, Melanie Winter, Lucien Tunger, Gunter Sandner (Chefscout), Steffen Bork, Stephanie Akladius. Und zu guter Letzt noch ein paar Turnierimpressionen:
Neben dem Lessinggymnasium und Diesterweggymnasium lief natürlich auch unsere Karl Marx Schule groß auf und das in den drei Grundschulkategorien:
GS m : 3. Platz = A. Winkler, L. Eske, Tr. Steppat, F. Tunger, T. Lenk
GS w : 2. Platz = A. Winkler, M. Bui. Th. Akladius, S, Sahms V. Tokar
GS 1./2.Kl. 4.Platz= E. Kydun, E. Hallbauer, M. Khoudair, W. Winkler, M. Abdolholmajed. Da wir alle mit dem Bus unterwegs waren, konnten auch die jeweils zweiten Teams mit starten: Y. Djebel, H. Alibdi, V. Tunger, H. Winter, A. Shelest, Oan Long, T. Abdoholmajed, Huong u Thien, K. Miroshenko.
Nach den zahlreichen Teilnahmen an den vorjährigen Bundesfinalen wird es dieses Jahr nicht so einfach sein, zahlreiche Spieler sind zum Lessinggymnasium gewechselt und die KMS befindet sich im Neuaufbau. Die diesjährigen guten Plätze lassen viel Gutes für nächstes Jahr ahnen.
Recht vielen Dank an unsere KMS und deren Schulleiterin Undine Schneider, die selbst mitgefahren ist und vieles möglich gemacht hat, Danke! Dank auch den Eltern die bei diesen Wettkämpfen im Vorfeld mitgewirkt haben !
Auch dieses Jahr findet am Gründonnerstag im Alpenhof in Breitenfeld wieder das traditionelle Osterblitzturnier des SV Markneukirchen statt. Die Veranstalter hoffen auf rege Teilnahme.
Das Diesteweggymnasium nahm am 11.03.25 zum wiederholtenmale an einem LF teil, welches im Schnellschachmodus ausgetragen wird. Hier wurde man oftmals Sieger o. Zweiter … . Diesmal wurde es ganz deutlich, dh. 7 Spiele = 7 Siege u. nur 3 Brettpunkte wurden abgegeben! Beteiligt an diesem großen Erfolg waren Timur u. Maxim Melestean, Kyrillus u. Antonius Akladius sowie Alhassan Al Hrishath! Den 2.Platz belegte unser „ewiger“ Konkurrent, das M. A. Nexö Gymn. Dresden mir 11:3 Pkt. . Auf dem 3.Platz rangierte das Cl. Wieck Gymn. Zwickau mit 10:4 Pkt. . Insgesamt nahmen 14 Teams aus ganz Sachsen den Wettkampf auf. Somit vertritt das DG die Farben Sachsen zum Bundesfinale dieser Wettkampfklasse vom 26.-29.05.25 in Karlsruhe. im Vorjahr wurden wir in München Vierter, vielleicht … ! In der WK III startete das jüngere 2.Team mir Niklas Wiediker, Felix Brendel, Ben Grasse, Vincent Kad u. Mohamed Alali. Sie belegten bei ihrem ersten Start mit 7:7 einen soliden Mittelplatz. Natürlich ist das Projekt Schulschach nur bei einer engagierten Schulleitung, Förderverein, Lehrer u. Eltern möglich u. genau dies finden wir hier vor, so wie in vielen von uns betreuten Schulen. Mittlerweile besteht die GTA schon seid 1994 durchgehend und hat schon eine gewisse Tradition!
so sehen Sieger aus – (von links) Antonius Akladius, Alhasan Al-Hrishat, Kyrillus Akladius, Peter Luban, Timus Melestean, Maxim Melestean
Die letzten Wochen brachten schöne Resultate für unsere Nachwuchsspieler. Auch der gestrige Sonnabend, der 15. März, wird wieder als Erfolgstag in die Chronik eingehen.
Wir reisten mit den Teams der AK U14 und U12 zur Vorrunde der sächsischen Mannschaftsmeisterschaft nach Leipzig. Ausrichter war als Leipziger Bezirksmeister in beiden Altersklassen die BSG Grün-Weiß Leipzig.
Als Vizebezirksmeister in beiden Altersklassen waren unsere Teams nicht in der Favoritenrolle, der zweite Platz würde aber die Qualifikation für die Endrunde bedeuten. Es trafen sich in Leipzig immer 4 Mannschaften, es ging im Rundensystem mit Bedenkzeit 75/15 ohne Inkrement.
Nun zu den einzelnen Turnieren:
In der U14 gingen Frida Winkler, Antonius Akladius, Julien-Mathieu Jung und Niklas Wiediker an den Start. Nicht die bestmögliche Aufstellung, weil momentan erfolgreichere Spielerinnen und Spieler in der U12 starteten, denen die höheren Chancen zugebilligt wurden. Aber sehen wir den Endstand:
Die 0:4 Auftaktniederlage gegen Dresden-Striesen brachte uns nicht aus dem Konzept, diese Mannschaft war sichtbar stärker als die anderen Teams. In Runde 2 lief gegen die Gastgeber anfangs vieles gegen uns, aber Julien-Mathieu und vor allem Niklas drehten ihre schlechten Stellungen zum Sieg. Der abschließende Sieg in Runde 3 entsprang dann einer gewissen Euphorie.
Das U12 Team spielte mit Luca Drechsler, Theo Winkler, Meryem Naz Öksüz und Anni Winkler. Hier war das Feld ausgeglichener, auch hier stand am Schluß Platz 2.
Auch hier gab es eine Auftaktniederlage und danach den vermeintlich entscheidenden Kampf gegen Grün-Weiß 1. Auch hier hatten wir Dusel, weil Familie Winkler zwei total verlorene Endspiele remis hielt. Meryem, die in Runde 1 noch verloren hatte, holte dann den Bigpoint, so daß Luca sein gewinnträchtiges Endspiel remis geben konnte. In Runde 3 stellte Theo mit einem schnellen Sieg die Weichen.
Als Fazit werden wir wieder in geballter Form vom 16. bis 18. Mai in Sebnitz zur finalen Endrunde auflaufen. Beide Teams zeichnete eine große Homogenität aus. Alle 8 spielten auf einem hohen Niveau, eine solche mannschaftliche Geschlossenheit habe ich in diesen Altersklassen noch nicht gesehen. Gerade neben dem Brett waren wir besser als die Leipziger Mannschaften. Vielleicht haben wir auf diesem Weg das Glück zu uns geholt.
Mit Beginn des laufenden Schuljahres wurde die GTA Schach personell mächtig aufgewertet. Von der Karl-Marx-Grundschule wechselten Meryem Naz Öksüz, Joanna Eske, Afsah Usman, Theo Winkler und Luca Drechsler an das Lessing-Gymnasium und bilden hier eine schlagkräftige Klassenmannschaft(5d). Wir finden ausgezeichnete Trainingsbedingungen vor, die schachlichen Leistungen haben sich bei allen im ersten Schulhalbjahr sichtbar verbessert. Bei der unlängst stattgefundenen Einzelmeisterschaft des Schachbezirkes Chemnitz konnten sich Meryem (2. Platz eine Altersklasse höher), Luca (2. Platz) und Joanna (3. Platz) für das Landesfinale qualifizieren, Afsah hat am kommenden Sonntag noch eine Chance.
Durch Frida Winkler und Hoang Long Phung verstärkt fuhren wir am 11. März zum Schulschach-Landesfinale nach Dresden. Eine reale Zielstellung war nicht möglich, auch die anderen Gymnasien hatten sich personell stark verändert. Spielberechtigt sind in dieser Altersgruppe alle Schulangehörigen des Geburtsjahres 2012 oder jünger. Es nahmen 14 Mannschaften aus 11 Gymnasien den Kampf um die beiden Startplätze für das Bundesfinale auf. 7 Runden lagen vor den Teilnehmern.
Die ersten drei Runden gewann Team 1 überzeugend mit einem „Torverhältnis“ von 12:0. In Runde 4 ging der Vergleich mit dem späteren Sieger Johannes-Kepler-Gymnasium Chemnitz aber mit 0:4 verloren. Trotzdem waren noch alle Chancen auf Platz 2 intakt. In der vorletzten Runde hielt Luca mit einem Sieg in buchstäblich letzter Sekunde das Team im Rennen. Zum Abschluß reichte ein Unentschieden für Platz 2. Angeführt von einer furiosen Frida Winkler (6 Siege an Brett 1!) erkämpften sich Luca Drechsler(5), Meryem Naz Öksüz(3) und Theo Winkler(4) damit den Startplatz beim Bundesfinale Anfang Mai in Bad Homburg.
Team 2 ging nach dem Ausfall eines Spielers nur mit 3 Athleten an den Start und enttäuschte keineswegs. Im Gegenteil, es wurden trotzdem 2 Kämpfe gewonnen, einmal reichte es zum Unentschieden. Hoang Long(4 Siege), Afsah(3) und Joanna(3) waren am Ende mit ihren individuellen Resultaten mehr als zufrieden.
Jetzt freuen wir uns auf das Bundesfinale und sind schon ein wenig gespannt, wo wir denn im bundesweiten Vergleich stehen werden. Es gilt, Erfahrungen zu sammeln, auch weil außer Frida und Hoang Long alle im nächsten Jahr wieder in der gleichen Altersklasse starten können und neue Talente den Weg zu uns finden werden.
Leider waren zur Bezirkseinzelmeisterschaft der Altersklasse U8 nur 10 der 20 avisierten Teilnehmer des SK König Plauen am Start.
Am Ende qualifizierten sich Magnus Langguth als Dritter sowie Amina Shelest und Lilly Scherling als Dritte bzw. Vierte für die Sachsenmeisterschaft, die traditionell in der Osterferienwoche in Sebnitz stattfinden werden.
Eine Übersicht der Ergebnisse sowie einige Schnappschüsse finden sich hier.
Kater Willy (gefühlte Elo 2500!) ist, wie man sieht, ein gefürchteter Schwarzstratege. Hier mit den weißen Steinen am Zug kann er sich nicht zwischen 1. e4 und 1. d4 entscheiden.
Während unsere beiden U10-Teams am vergangenen Wochenende in Chemnitz weilten, durften beide U14-Mannschaften bereits im Dezember am selben Ort um die begehrten Qualifikationsplätze zur Sachsenmeisterschaft kämpfen. Im Jahr 1 nach den Melestean-Brüdern war das eine echte Standortbestimmung. Hinter dem souveränen Bezirksmeister landete unser Vierer in der Besetzung Frida Winkler, Luca Drechsler, Antonius Akladius und Theo Winkler auf dem zweiten Platz. Bis auf Antonius dürfen alle Spielerinnen und Spieler auch in der nächsten Saison noch einmal in dieser Altersklasse antreten. Die zweite Mannschaft landete am Ende auf Platz 5 und hat alle Erwartungen im positiven Sinne erfüllt. Sämtliche Mannschafts- und Einzelergebnisse hierzu gibt es im bewährten Portal 64.
Viel Freude bereiteten auch die beiden U10-Mannschaften. Am Sonntag durfte ich selbst am Wettkampfort verweilen und konnte mir so einen umfangreichen Überblick zum Leistungsvermögen machen.
Locker hätten wir auch 3 Mannschaften stellen können. Hinten v.l.n.r. Shams, Anni, Theodora, Kira, Talya, Alisa, Alisha. Vorn v.l.n.r. Evald, Mikhael, Mateo, Mohamad, Milas
Das Fazit ist durchweg positiv, auch wenn wir wiederum knapp an USG Chemnitz gescheitert sind. Schon ein Unentschieden im direkten Vergleich hätte die Tabelle zu unseren Gunsten verändert. Am 1. Brett durfte sich Anni über den Titel als Brettbeste freuen, und auch Mateo und Mohamad haben mit jeweils 5 aus 7 überzeugt. Theodora und Milas teilten sich das 4. Brett und steuerten jeweils 2 Punkte zum Mannschaftsergebnis bei. Team II landete mit immerhin 6 Mannschaftspunkten im breiten Mittelfeld, und einige werden sicherlich in der kommenden Saison in der ersten Mannschaft antreten dürfen. Auch hier gibt es den ultimativen Link zur Ergebnisübersicht.
Auf dem Bild ist deutlich zu erkennen: Die Medaillen fehlen! Seit Juli – August gibt es für Sachsen einen Terminplan, und in Chemnitz hat es keiner geschafft, im Vorfeld Medaillen oder Pokale zu beschaffen. So lief es auch schon zur BMM U14 ab. Während die etwas Älteren das vielleicht gerade noch so verkraften können, ist das gegenüber U10-Spielern enttäuschend und verantwortungslos. Mit Sicherheit ist das keine Werbung für den Schachsport. Auch wenn Medaillen in der Ausschreibung nicht explizit erwähnt werden, steht diese Herangehensweise trotzdem im klaren Gegensatz hierzu. Mal ganz abgesehen davon, dass 30 Jahre alte Schachzeitungen zwar einen gewissen historischen Wert besitzen, jedoch eher keine Preise für 8-, 9- oder 10-jährige Kinder sind.